Deutschland und die Europäische Gemeinschaft
sind freie Länder, in denen jeder nach seiner Façon leben kann - 
solange er die geltenden Gesetze und Gebräuche einhält.
Das unterscheidet uns von barbarischen Staatsformen.
Und das soll auch so bleiben.
Die individuelle Freiheit endet dort wo sich ein anderer belästigt fühlt.

Wer sich nicht daran hält, oder wer versucht,
unsere in vielen Jahrzehnten
hart erworbenen Privilegien und Freiheiten
zu unterlaufen oder zu ändern,
um sie seinen Vorstellungen anzupassen,
der kann gern unser Land verlassen und sich dort umsehen,
wo es ihm besser gefallen könnte.
Niemand wird ihn daran hindern.
Auch könnte er unser Land verlassen müssen.
Und niemand hat darum gebettelt, dass er hier her kommen solle; derjenige ist hier in einer Notlage unser Gast -
solange er sich an unsere Gesetze und Sitten hält.


Unsere Gesetze sind nur eine Seite der Medaille;
die andere Seite sind unsere Sitten und Gebräuche,
der rücksichtsvolle, respektvolle Umgang miteinander.
Ebenfalls in vielen Jahrhunderten als zweckmäßig und gut erworben;
dazu braucht es auch keine Gesetze,
das gebietet der gegenseitige Respekt.
Bei uns wird der mit der lautesten Stimme nicht respektiert.
Wer laut auftritt, der gilt als primitiv und unzivilisiert; 
mit dem möchte hier niemand etwas zu tun haben.
Sachlich intelligente Argumentation wird hier verstanden,
schafft Respekt und öffnet Türen.
Verhältnisse, bei denen der Lauteste und Frechste das Sagen hat,
sind in Deutschland und der EU lange vorüber;
und wir haben auch kein Interesse, sie wieder einzuführen,
nur um ungestört hier leben zu können.
Ungestört bedeutet ganz besonders,
auch von sämtlichen Missionsversuchen verschont zu sein.

Das ist bei Menschen aus anderen Ländern mit anderen Sitten
nicht immer bekannt.
Die Vergangenheit zeigt deswegen immer wieder,
dass diese deutlichen Worte leider mehr als notwendig sind.

Sie müssen sich deswegen auch die Frage gefallen lassen,
warum es in ihrem Land nicht so ist wie dort wo es sie hinzieht -
nämlich in Deutschland und in der EU.
Wir brauchen die Umstände,
die sie vielleicht in ihrem Land gut finden, hier auch gar nicht. 
Und schon gar nicht die,
vor denen sie ja gerade aus ihrem Land geflohen sind
(Gewalt, Ignoranz, Rücksichtslosigkeit, Faustrecht,
Diskriminierung, Unterdrückung, Fanatismus).

Auch deshalb gibt es dieses 'Auf ein Wort'.
Es ist dafür gedacht, unsere Sitten zu erklären - 
verbunden mit der eindringlichen Bitte, sie auch zu beachten.
Nur so wird es ein gedeihliches Miteinander geben. 
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Oft werde ich mehr oder weniger höhnisch gefragt, warum ich 'das hier' mache; es hätte ja doch keinen Sinn und auch keinen Erfolg.
Eine unterschwellige Annahme, die zum großen Teil auch stimmt.
Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Jahren schon erheblich verändert. Und das nicht zum Guten, leider.
Menschen aus anderen Kulturkreisen und mit anderen Verhaltensweisen, Sitten und Gebräuchen sind zu uns geflüchtet - und haben ihre Sitten aus ihren Ländern mit zu uns gebracht.
Woher sollen sie wissen, dass hier in Deutschland die Uhren anders ticken? Sie kennen die Rücksicht aufeinander und das Miteinander ja nicht. Wo sie herkommen, dort herrscht das Recht des Stärkeren und des Lautesten, die Angst; genau einige der Gründe warum sie aus ihrer Heimat zu uns geflohen sind.

Um ihnen eine Chance zu geben, an unserem Leben wirklich teilzuhaben, versuche ich anhand der Abfallentsorgung Informationen in geraffter Weise zu vermitteln. Das ist ein schwieriges Umfeld, und dafür werden Informationen gebraucht, die in Deutschkursen halt nicht vermittelt werden.
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